ANARCHIE IM U.K.

Musik und mehr aus dem Uelzener Kreis und darüber hinaus.

Wer kennt sie nicht, die Story vom Oilenköper? Ein junger Musikeinsteiger war vor vielen Jahren auf der Suche nach der neuen Green Day und so Zeugs. Da traf er auf einen Dealer, der ihm die Platte im Sack verticken wollte. Gutgläubig griff der junge Mann zu und lief voller Vorfreude nach Hause, um die neue Mucke aufzulegen. Doch von Green Day war in besagtem Sack keine Spur. Stattdessen lauter(!) Oi und unten drin noch was von Motörhead. Kein Grund zur Klage also. Der Rest ist Geschichte...

 
 

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Motörheadbangers Ball 2019: Familientreffen in Paris - Teil 2

Die Autobahn zieht sich durch die Nacht. Frank wacht auf und drängelt sich durch. Ich sitze am Gang. Ist besser für meine Knie. Frank muss mal was wegbringen. Die Minuten verstreichen. Von Frank keine Spur. Irgendwann werde ich nachdenklich. Ist er etwa ausgestiegen? Während der Fahrt? So würde ich ihn erst mal nicht einschätzen.


Schweißgeruch schleicht sich in meine Nase. Eine junge Frau trägt ein Oberteil aus mindestens 150 Prozent Polyester. Und offensichtlich schwitzt sie. Ich kann mich noch daran erinnern, wie mein Trikot nach einem Fußballspiel gerochen hat – und das war nichts gegen das, womit mein Riechorgan jetzt hier zu kämpfen hat.


„Da blockiert einer die Toilette“


Ich überlege, ob ich nicht Frank suchen soll. Oder zumindest mal den Fahrer frage, ob er jemanden rausgelassen hat – ohne anzuhalten. Meine Beine sagen: „Bleib sitzen.“ Meine Nase sagt: „Sieh zu, dass du deinen Arsch hier wegbewegst!“ Also will ich gerade aufstehen, da kommt Frank die schmale Treppe hoch. Immer schön durch den Mund atmen.


„Alter, wo warst du?“ Frank erzählt. Er stand minutenlang vor der WC-Tür, weil sie nicht aufging. Irgendwann hat es ihm gereicht und er ist zum Beifahrer gegangen. Dem hat er dann erzählt, dass jemand auf dem Pott eingeschlafen sein muss. Dieser nette Mann wiederum hat Frank dann gezeigt, dass die Tür einen Drehknopf hat.


Niemals am Freitagmorgen mit dem Auto durch Paris


Die Sonne geht auf, Paris rückt näher. Unterwegs machen wir noch einmal auf einem französischen Parkplatz halt. Kurz eine rauchen. „Alles gut?“ – „Ja.“ Weiter geht der Ritt. Als wir die äußeren Bezirke von Paris erreichen, ist es hell. Ich denke, dass das nicht mehr lange dauern kann. Wie dumm von mir.


Die Pariser Rush Hour ist wohl wirklich die größte Blechlawine, die ich in meinem Leben gesehen habe. Man sollte wirklich niemals am Freitagmorgen mit dem Auto durch diese Stadt fahren. Der Wunsch aufrecht zu stehen wächst in mir. Doch jede Minute im Bus, heißt eine Minute weniger warten, weil wir erst um 14 Uhr ins Hotel dürfen. Frank fragt: „Alles gut?“


Endlich angekommen – naja, noch nicht ganz


Um 7.25 sollte der Bus ankommen. Seit dem ist Frank schon vier Mal den Drehknopf ausprobieren gewesen. Zwischen 9.30 und 10 Uhr fahren wir in den Busbahnhof ein. Endlich angekommen – naja, noch nicht ganz. Nach dem Kampf um das Gepäck, der am Flixbus immer geführt wird, als würden die Koffer neu verteilt werden, verlassen wir das Gewölbe.


Draußen schauen wir uns zunächst um, ich weiß ungefähr wo wir hin müssen. Eine rauchen, einen kleinen Jack. „Alles gut?“ – „Verdammt, ja!“ Dann holt Frank sein Smartphone raus, gibt die Adresse des Hotels ein und drückt auf Start. Ab hier nimmt das Elend auf vier Beinen seinen Lauf… Fortsetzung folgt.


Der Oilenköper


Zweifel und Apartheid betreten Paris.

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